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Hundeschule Kaiser
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Der Hundeführerschein in Berlin - Generelle Leinenpflicht ja oder nein?

Noch immer bestehen große Unsicherheiten bezüglich des Hundeführerscheins. Auf der Seite der Stadt kann man sich ausführlich über Neuerungen, sofort in Kraft tretende, irgendwann  in Kraft tretende, solche die Fragen offen lassen und sonstige Verwirrungen informieren.

Berlin.de / Berliner Hundegesetz

Auf der Informationsseite der Stadt steht zur Leinenpflicht:

Nach dem neuen Hundegesetz gilt eine allgemeine Leinenpflicht im öffentlichen Raum. Mit Inkrafttreten der noch ausstehenden Durchführungsverordnung sind Hunde danach außerhalb von ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten/Hundegärten und Privatgrundstücken grundsätzlich an der Leine zu führen. Ausnahmenregelungen von dieser allgemeinen Leinenpflicht gelten ebenfalls erst mit Inkrafttreten dieser Rechtsverordnung. Bis dahin gelten die Regelungen zur Leinenpflicht des bisherigen (alten) Hundegesetzes weiter, wonach Hunde in bestimmten Bereichen der Stadt (unbelebte Straßen und Plätze, Brachflächen etc.) noch unangeleint geführt werden dürfen.   

Nicht ab 1. Februar, wie von einigen Medien verbreitet, jedoch vermutlich ab Mitte März 2018 wird die letzte noch fehlende Durchführungsverordnung / Rechtsverordnung und damit die Leinenpflicht in Kraft treten. Ob dies wirklich so kommt, ist abzuwarten. Laut unserem Amtstierarzt sind gegen das Hundegesetz zwei Verfassungsklagen anhängig.

Somit bleibt erstmal alles wie es ist. Das kann man auch so dem Ordnungsamt oder Passanten mitteilen.

Zum Thema Sachkundenachweis / Hundeführerschein gibt es folgende neue Informationen:

Wer einen Hund in der Öffentlichkeit sicher führen kann und das durch eine erworbene Sachkundebescheinigung (sog. Hundeführerschein) nachweist, darf den Hund wie nach bisherigem Recht in bestimmten Bereichen der Stadt (unbelebte Straßen und Plätze, Brachflächen etc.) frei laufen lassen, d. h., der allgemeine Leinenzwang gilt für diese Hunde nicht. Diese Ausnahme besteht auch für einen bereits vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 22. Juli 2016 gehaltenen Hund sowie für Hundehalter, welche auf Antrag dem Amt nachweisen, dass sie ihren Hund drei Jahre ohne registrierte Zwischenfälle gehalten haben.  

Die auch dafür nötige und noch fehlende Durchführungsverordnung / Rechtsverordnung und damit die Leinenpflicht soll ebenfalls voraussichtlich Mitte März 2018 in Kraft treten.

Wer ab Inkrafttreten der allgemeinen Leinenpflicht eine Sachkunde ablegen möchte, muss dies bei einem zugelassenen Sachverständigen tun. In der Übergangszeit von mindestens einem Jahr, sind die bisher zugelassenen Sachverständigen für Sachkunde und Wesenstest zuständig. Nach und nach werden dann weitere Sachverständige ernannt.

Ob die bei einigen Hundeschulen bereits erhältlichen Hundeführerscheine z. B. vom BHV und IBH als Sachkundenachweis für die Leinenbefreiung in Berlin anerkannt werden, ist weiterhin ungeklärt.


Zum Thema Hundekauf / Neuanschaffung gilt ab sofort folgende Neuregelung:
"Aufnahme der Haltung eines Hundes bis zum Alter von einem Jahr in Berlin ist nur noch gestattet, wenn der Hund von einer anerkannten Tierschutzorganisation oder einer sachkundigen Person erworben wird; bei Abgabe eines Hundes ist dem Erwerber eine Bescheinigung u. a. über die Rasse/Kreuzung zu erteilen (§ 16 Absatz 3 und 4 HundeG). Privatpersonen wird die Abgabe junger Hunde untersagt."

Inwieweit diese Neuregelung kontrolliert wird, bleibt abzuwarten.

Des Weiteren hat jeder Hundehalter ab sofort die Pflicht, einen Kotbeutel mit sich zu führen. Bleibt zu hoffen, dass diese auch benutzt und ordentlich entsorgt werden. ;-)

 

 

Da die letzten Details zur Ausgestaltung der Verordnung noch immer nicht bekannt sind, bleibt es für die Berliner Hundehalter bis zur Veröffentlichung spannend - mit hoffentlich positiven Überraschungen.